Kamper Hof

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Zur Geschichte des Kamper Hofs
Kamper Hof, historischDer Hof "zu Kamp" - gewöhnlich kurz Kamperhof genannt - lag mitten in Holthausen auf dem Westufer des Langenweihers auf der Flur "am Kamper Acker". Das Wort Kamp bedeutet ursprünglich ein mit einem Graben oder Zaun abgegrenztes Stück Land von unbestimmter Größe (campus). Der auf einem solchen Feld gelegene Hof wurde daher Hof zu Kamp, auf dem Kampe oder Kamperhof genannt. Diese Bezeichnung ist am Niederrhein und im Westfälischen ebenso häufig wie die Bezeichnung Holthausen, Holzhausen oder Holthusen. 
Der Kamperhof war erst Elbroicher Besitz, später ein freiadliges Gut. In einem uralten Verzeichnis ohne Jahreszahl, das nach verschiedenen Anzeichen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschrieben ist, kommt der Name Johann von Kampe vor. Etwa einhundert Jahre später wird ein Herr von Lützerath "op syn Hoff zu Kamp" in den Protokollen der Reisholzer Gemarke als Besitzer bezeichnet. Anna von Lützerath war mit Wilhelm von Eyhs, genannt Beusdahl, verheiratet und brachte den Hof zu Kamp an dessen Geschlecht. In einer Urkunde vom 2. November 1650 kommt Andreas von Eyhs als Erbgesessener eines dritten Teiles des Kamperhofes vor. Durch Erbteilung wechselten die Herren des Hofes recht oft den Besitzer, und der früher sehr ansehnliche Bestand des Hofes wurde vermindert. Als Besitzer werden genannt ein Junker von Gulpen, von dem es in einer Urkunde von 1679 heißt: "ltem der Adeliche Kamperhof, So Junker Gulpen zustennig", ferner der Jülich-Bergische Vizekanzler Geheimrat Heinrich Schnellen. Durch dessen Tochter Anna Lucia kam der Hof infolge Heirat an den Kölner Bürgermeister von zum Pütz, der "frey Adelichen sogenannten Camper Hoff - an Lange Weyer im Herzogtumb Bergh und Ambt Munheimb gelegen ... mit Haush, Hoff und der zum Hoff gehörigen schaaf drifft durchs Dorf Itter und Holdt hausen" der verwandten Familie von Schlöhsern verkaufte. Deren Schwiegersohn von Hagen veräußerte den Hof 1807 an den Freiherrn Heinr. Lambert von Bertrab zu EIbroich, und seitdem war der Kamper Hof und seine Ländereien wieder mit dem Elbroicher Besitz vereinigt.
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